Irland, Schottland, England 2018

Reisezeit: 27. April – 20. Mai 2018
gefahrene Kilometer: 5675
bereiste Länder: Niederlande, Belgien, England, Irland, Nordirland, Schottland, Wales, Frankreich
Fahrzeug: Trabant P601 Universal

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Mit zwei Trabant P601 Universal und insgesamt vier Personen Besatzung (Steffi, Basti, Anna und Andreas) ging es 2018 auf unsere erste richtig große Reise mit unserem Trabi. Das Ziel der Reise war zunächst Irland, dann noch Schottland, Wales und England.

Die erste Etappe ging am 27. April 2018 vom Landkreis Karlsruhe aus in den Westerwald, wo wir bei Annas Eltern eine Nacht übernachtet haben. Die Fahrt dorthin verlief unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse.

Am nächsten Morgen ließen wir uns recht viel Zeit mit dem Frühstücken und Verabschieden, was in Verbindung mit der längeren Mittagspause und einem Stau in Belgien dazu führte, dass wir Abends ziemlich in Zeitdruck gerieten. Der Check-In für die Fähre, die uns von Zeebrügge in Belgien nach Hull in England bringen sollte, schloß um 17:30 Uhr. Die voraussichtliche Ankunftszeit in den beiden Navis näherte sich 17:30 Uhr immer mehr an und nach einer kleinen Irrfahrt durch den Hafen in Zeebrügge erreichten wir den Schalter fürs Einchecken zwei Minuten vor der Zeit. Nach dem Fahren aufs Schiff und dem Parken unter Deck mussten wir alle erstmal durchschnaufen, wir waren leicht gestresst.

     

Die erste Fährfahrt für diesen Urlaub stand also an und auch die erste Übernachtung auf dem Schiff. Der Seegang war nur zeitweise etwas stärker und so kamen wir am nächsten Morgen um 9:00 Uhr in Hull in England an. Nach dem Verlassen der Fähre noch schnell die Scheinwerfer für den Linksverkehr abgeklebt und los ging es Richtung Liverpool, dort wartete Abends die Fähre auf uns, die uns nach Dublin bringen sollte. Aufgrund der Erfahrung mit der knappen Ankunft in Zeebrügge war die Entscheidung schnell getroffen, direkt nach Liverpool durchzufahren und nicht unterwegs nochmal anzuhalten. Über die britische Autobahn ging es also einmal quer durch England nach Liverpool, das wir auch am frühen Nachmittag bereits erreichten. Erstmal ging es in einen Irish Pub, das erste mal Fish & Chips auf der Reise. Im Nachhinein haben wir uns überlegt, dass es vielleicht sinnvoller gewesen wäre, in Liverpool lieber in einen englischen als in einen irischen Pub einzukehren. Wir schauten uns also die Stadt an und begaben uns dann am späten Nachmittag zum Fährhafen. Diesmal waren wir viel zu früh und mussten dort ziemlich lange warten – aber besser als wieder so knapp wie bei der ersten Fähre.

Nach dem Boarding für die Fähre nach Dublin stellten wir fest, dass wir fast die einzigen Touristen bzw. generell PKW-Fahrer waren, die Fähre wird in erster Linie von LKWs genutzt. Die Trabanten standen hier auch oben auf dem Deck und nicht unter Deck. Eine kurze Nacht später wurden wir bereits gegen 4 Uhr geweckt und es gab Frühstück – so richtig Hunger hatten wir aber nicht. Um 5:15 Uhr legte die Fähre dann in Dublin an, beim Verlassen der Fähre lief unser Trabant nur noch auf einem Zylinder und so tauschten wir noch auf dem Hafengelände eine Zündkerze und weiter gings. Wir lernten auch, dass man das Boarding-Schild der Fähre beim Verlassen des Hafens noch sichtbar im Fahrzeug haben sollte, sonst wird man unsanft aufgefordert, stehen zu bleiben und dieses vorzuzeigen.

In Dublin führte uns der erste Weg zur Guinness Brauerei um dort Fotos vor dem berühmten Tor zu machen (dort darf man eigentlich nicht hinfahren) und anschließend ins Parkhaus in der Nähe vom Hotel. Andreas und Anna fuhren hier in Dublin das erste Mal nicht vorne, sondern uns hinterher und stellten fest, dass das Bremslicht an unserem Trabant nicht mehr funktioniert. Die Reparatur wurde auf den nächsten Tag vor der Abreise verschoben und wir stellten die Trabis erstmal im Parkhaus ab. Im Hotel waren unsere Zimmer noch nicht fertig, sodass wir uns erstmal aufmachten, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Spannend war mitzuerleben, wie die Stadt erwacht (es war ja immer noch sehr früh am Tag). Ein Frühstück bekamen wir dann auch noch in einem kleinen Café, danach ging es mit dem Bus zum Guinness Storehouse, dieses besichtigten wir und fuhren danach mit dem Taxi zurück zum Hotel (und stellten fest, dass ein Taxi zu viert in Dublin günstiger ist als der Bus), um dort unser Gepäck aus den Autos zu holen und einzuchecken. Nach dem frühen Aufstehen waren wir alle müde und so machten wir – nachdem unsere Zimmer bezugsfertig waren – einen Mittagsschlaf und gingen gegen Abend in den Temple Bar Stadteil und dort in ein Pub.
Am 1. Mai starteten wir nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück und dem Tausch des Bremslichtschalters (zum Glück hatte Andreas welche mit – meine Ersatzbremslichschalter lagen in der heimischen Garage) in Richtung Killarney, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen würden. Andreas war schon in Irland und hatte Tipperary (it’s a long way to Tipperary) immer links liegen lassen, dieses Mal wollten wir dort anhalten. Auf dem Weg dorthin hatten wir auf einer der wenigen irischen Autobahnen Gegenwind, sodass unser Trabant mehr verbrauchte und kurz nach dem Verlassen der Autobahn war der Tank leer. Der Inhalt des Reservekanisters von Andreas (unserer war zu diesem Zeitpunkt noch leer) half und an der nahegelegenen Tankstelle wurden beide Trabanten und beide Reseverekanister gefüllt. Wir besichtigten bei leichtem Regen den Rock of Cashel und fuhren dann weiter nach Tipperary. In Tipperary gab es Mittagessen und einen kurzen Spaziergang durch die Stadt, dann ging es weiter nach Killarney.

Dort angekommen parkten wir auf einem öffentlichen Parkplatz gegenüber der Unterkunft und als Anna und Steffi Parkscheine holen wollten, hielt ein einheimischer Lieferwagenfahrer und teilte ihnen auf englisch mit, dass die nicht bezahlen sollten / müssten, da derjenige, der das kontrolliert bereits im Pub sei und trinkt und an diesem Abend nicht mehr kontrollieren wird.
Am nächsten Tag machten wir eine Rundtour über den Ring of Kerry. Unterwegs hielten wir am Muckross House, ein wirklich schönes Anwesen mit tollem Garten. Die nächsten Stops waren ein Wasserfall im dortigen Nationalpark und die beeindruckenden Cliffs of Kerry. Prinzipiell ist der Ring of Kerry wirklich sehr empfehlenswert und nicht ganz so voll wie der Ring of Dingle. Auf dem Weg zu den Cliffs gab es ein kurzes Stück Straße, dass eine Steigung hatte, die wir nur im ersten Gang bewältigen konnten, ein Anhalten und wieder Anfahren wäre unmöglich gewesen.

Das Ziel für den 3. Mai hieß Galway. Auf dem Weg dorthin wollten wir die Cliffs of Moher besichtigen, ja eigentlich ein Muss für den Irland-Urlaub. Dies fiel aber nicht ins Wasser, sondern in den Nebel, die Sicht war wirklich gleich Null. Wir hielten dort trotzdem und hofften noch darauf, dass sich der Nebel verziehen würde, gaben aber irgendwann auf und fuhren weiter nach Galway. In die Stadt gingen wir abends zu Fuß, eine lebhafte Stadt, allerdings hatten wir uns etwas mehr erwartet. In Galway übernachteten wir bei Larry, der seit dem Tod seiner Frau im Obergeschoss seines Hauses ein Bed & Breakfast betreibt, Frühstück am nächsten Morgen gab es dementsprechend in seinem Wohnzimmer.
     

Am nächsten Morgen ging es los in Richtung Pension bei Sligo und durch wirklich wilde, natürliche und touristisch unerschlossenere Gegenden. Wir hielten des Öfteren an und genossen den Ausblick und die irische Landschaft. Nach dem Check-In im Bed & Breakfast in der Nähe des Mount Edward gingen wir Essen und holten uns danach einige Guinness und Cider in einem Supermarkt und fuhren zum Strand. Dort entstanden auch die Bilder der beiden Trabanten direkt am Strand vor dem Atlantik. Wir saßen eine ganze Weile auf den Steinen am Strand und genossen das Meer und den Abend. Nachdem wir zurück an der Mount Edward’s Lodge waren, trafen wir dort noch auf zwei deutsche Frauen, die aus Chemnitz kamen und sich total über die beiden Trabis freuten.
     

Der 5. Mai führte uns durch den Donnegal im Nordwesten der Republik Irland und somit durch eine Gegend, in der man wirklich wenige Touristen trifft. Super schöne Landschaften und einfach Ruhe. Wieder hielten wir einige Male an, wirkliche Sehenswürdigkeiten besuchten wir aber nicht. Abends checkten wir im Frontier Hotel an der Grenze zu Nordirland ein. Das Hotel an sich ist in Ordnung, allerdings nicht am Wochenende zu empfehlen. Der angeschlossene Pub sowie dann nachts auch der Parkplatz direkt vor unseren Zimmerfenstern waren voll von feiernden Nordiren, die entsprechend laut waren. Die beiden Trabanten parkten wir, nachdem es draußen klirrte lieber nochmal um und hinter das Hotel, nicht direkt neben den Eingang. Zwei Nordiren stritten sich lautstark um die Gunst einer Dame, auch dies hielt vom Schlafen ab. Entsprechend waren wir am nächsten Morgen nicht 100%-ig fit.
Das erste Ziel für den Sonntag war die City of Derry, wir fuhren also über die Grenze nach Nordirland. Dies merkt man eigentlich vor allem daran, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen wieder in Meilen und nicht in Kilometern pro Stunde angebeben sind und an den vielen britischen Kennzeichen. Derry ist mit seiner Geschichte wirklich eine faszinierende Stadt, aber auch etwas bedrückend. So sieht man in der einen Hälfte der Stadt irische Fahnen, in der anderen Hälfte den Union Jack. Ebenso gibt es bis heute auf einigen Straßen Absperrungen, die verhindern sollen, dass ich vor allem abends / nachts und betrunken katholische und protestantische bzw. Irland- und Großbritannien-Nahe Einwohner über den Weg laufen. Nach dem Besuch in Derry fuhren wir weiter zur Bushmills Distillerie machten dort eine Führung mit, verköstigten Whiskey und erworben eine Flasche des 12-jährigen Distillery Reserve Whiskeys, den man nur vor Ort in der Distillerie erwerben kann. Weiter ging es zum Giant’s Causeway, den wir auch an diesem sonnigen Nachmittag noch anschauten. Der Fußmarsch von unserem Hotel hinunter zum Causeway bzw. vor allem wieder nach oben war ziemlich anstrengend – die Shuttlebusse aber hoffnungslos überfüllt. Generell war der Giant’s Causeway ziemlich voll mit Touristen aber auch sehr beeindruckend, die Steine dort sehen alles andere als natürlich aus, obwohl sie nicht von Menschenhand geschaffen sind.
     

Am 7. Mai hieß es Abschied von Irland und Nordirland nehmen, wir begaben uns nach Larne, um von dort die Fähre nach Cairnryan in Schottland zu nehmen. Zurück auf der größeren Insel ging es zunächst über Landstraßen (beim Tanken stürmte ein Mann aus einem Pub extra über die Straße, um Andreas zu unseren Autos zu befragen) via Glasgow und ungewohnterweise über eine recht volle Autobahn (im Gegensatz zu den leeren Landstraßen in Irland) nach Stirling am Fuße der Highlands, wo wir die nächsten zwei Nächte verbrachten.
     

Den nächsten Tag hatten die beiden Trabanten Pause, wir fuhren mit dem Zug von Stirling nach Edinburgh und schauten uns die Stadt an. Die Preise am Castle hielten uns davon ab, dieses von innen zu sehen und nachdem wir extra gewartet hatten, dass die Kanone vor der Festung abgefeuert wurde, entschieden wir uns auch aufgrund des einsetzenden Regens dafür, eine Stadtrundfahrt in einem Bus zu machen. So sahen wir viel von Edinburgh. Zurück ging es dann auch wieder mit dem Zug.

Auf in Richtung Highlands machten wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück. Ziel war die Edradour Distillery, also die zweite Whiskey Distillerie, die wir auf der Reise besichtigten. Früher stand vor der Distillerie ein Trabant, der der Chefin gehört – sie stammt wohl aus der Gegend um Leipzig. Eine Rückfrage bei unserem deutschsprachigen Führer Ronny aus Dresden brachte uns die Info ein, dass der Trabi noch existiert und in ihrem Besitz ist, jedoch jetzt sicher in einer Halle steht. Edradour war früher die kleinste Distillerie in Schottland, darf diesen Titel jedoch nicht mehr führen, da inzwischen jeder auch privat Whiskey herstellen darf. Dennoch ist es im Vergleich zu Bushmills wirklich eine kleine und familiäre Distillerie. Auch hier wurde wieder Whiskey verköstigt, wir erwarben jedoch diesmal keinen. Nach der Führung durch die Distillerie hieß es Abschied von Anna und Andreas nehmen, sie fuhren weiter in Richtung Norden und in die Highlands, während wir (also Steffi und Basti) noch länger Urlaub hatten und noch das Treffen des IFA-Clubs UK in Wales besuchen wollten. Wir begaben uns nun also nur noch zu zweit Richtung Süden nach Tarbolton, um dort bei strömendem Regen anzukommen und die nächste Nacht in einem kleinen Hotel mit angeschlossenem Restaurant zu verbringen. Beim Abendessen kam es das erste Mal vor, dass wir beide Probleme hatten, den Kellner zu verstehen.
Der 10. Mai führte uns durch den Lake District National Park, eine wirklich wunderschöne Gegend, in der wir auch öfter anhielten, um die Landschaft zu genießen. Unser Ziel am Abend hieß Stockport. Wir kamen unterwegs noch auf die Idee, nochmal ans Meer zu fahren, da wir den Atlantik auf dieser Reise nicht mehr sehen würden. Allerdings hatten wir die Rechnung ohne die Gezeiten gemacht, sodass wir nur die Ebbe in Morecambe zu Gesicht bekamen. Übrigens ist es in Großbritannien durchaus üblich, hinten am Wohnmobil einen Kleinwagen zu ziehen, der mit einer Kupplung mit dem Wohnmobil verbunden ist – das hatten wir so auch noch nicht gesehen.

Das Treffen des IFA Club UK begann am 11. Mai am Royal Air Force Museum in Cosford. Wir kamen pünktlich dort an und wurden von den anwesenden deutschen und britischen IFA-Fahrern herzlich begrüßt. Nachdem wir einige Zeit im Museum verbracht hatten, ging es im Konvoi nach Llangollen, dem zentralen Punkt des Treffens. Im Hotel eingecheckt und dann ging es zum gemeinsamen Abendessen als Ausklang des ersten Tages des Treffens.

Der zweite Tag sollte für uns nicht gut starten. Der Trabant wollte nicht anspringen, also nachgesehen, was los ist und festgestellt, dass der Vergaser überläuft. Nachdem klar war, dass der Schwimmer der Übeltäter war (er war undicht und mit Benzin vollgelaufen) und wir keinen Ersatz dafür hatten, wurde kurzerhand auf dem Parkplatz vor dem Hotel der Ersatzvergaser (Spar- statt Blockvergaser) eingebaut und der Trabi lief wieder. Leider verpassten wir dadurch die Fahrt mit dem Dampflock betriebenen Zug. Zur Ausfahrt durch den Snowdonia National Park waren wir aber wieder dabei. Zunächst ging es gemeinsam zum Mittagessen, danach war eine Art Orientierungsfahrt über wirklich kleine Straßen geplant. Wunderschöne Strecke aber wirklich sehr schmale Straßen, was auch dazu führte, dass wir beim Ausweichen eines entgegenkommenden Fahrzeugs in ein Loch fuhren und uns glücklicherweise nur die Schürze unter der Stoßstange verbogen. Wir verfuhren uns gnadenlos und brachen die Orientierungsfahrt ab und begaben uns mit Hilfe des Navis zurück nach Llangollen. Zum Abendessen hieß es dann Abschied von den Treffen-Besuchern nehmen, wir wollten am nächsten Tag früh in die Nähe von London aufbrechen.

Es folgte ein Tag, den wir beide nicht wirklich genießen konnten. Wir starteten morgens in Richtung London und der Trabant fing an zu streiken, er hatte immer wieder Aussetzer bei der Gasannahme. Mehrfach hielten wir an und suchten den Fehler, jedoch trat dieser immer wieder nach ca. 20 km auf. Schlußendlich, nachdem wir alles andere kontrolliert / getauscht hatten, tauschten wir die eingebaute Kennfeldzündung gegen die Standard-EBZA, die wir im Kofferraum dabei hatten und siehe da – der Trabant läuft wieder normal! Aufgrund der dauernden Stops zum Reparieren bzw. der Fehlersuche war der Tag für uns gelaufen und wir hatten auch keine Zeit mehr, noch Dinge zu besichtigen. Schon genervt kamen wir am gebuchten Hotel in Maidstone an, das auf den Bildern und laut Bewertungen wirklich gut sein sollte. Das erste Ärgernis für uns war, dass der öffentliche Parkplatz direkt gegenüber auf maximal 4 Stunden Parkzeit beschränkt war und wir so den Trabant nach langer Suche erstmal auf dem Parkplatz am Bahnhof ließen. Das Zimmer war aber auch sehr heruntergekommen und wir fühlten uns gar nicht wohl. Also im Internet geschaut, ein anderes Hotel in Lenham gebucht, den Trabant auf den Parkplatz vor dem Hotel geholt und beschlossen, am nächsten Tag umzuziehen. In Maidstone haben wir uns generell nicht wohl gefühlt. Auch Abends beim Laufen durch die Stadt hatten wir beide ein ungutes Gefühl.
Nach einer unruhigen Nacht fuhren wir am 14. Mai also morgens nach Lenham, stellen den Trabant dort mit einem guten Gefühl im Wohngebiet am Bahnhof ab und fuhren mit dem Zug ca. 45 Minuten nach London, um uns die Stadt anzusehen. London ist auf jeden Fall eine Reise wert und da ein Tag nicht reicht, waren wir am 15. Mai nochmal in London. Wir besichtigten die üblichen Touristenattraktionen (London Eye – mit dem wir auch fuhren, London Bridge, Tower, etc.). Am zweiten Tag ließen wir unseren restlichen Pfund in einem Shop in der Victoria Station und gaben die übrig gebliebenen Münzen einem Obdachlosen vor dem Bahnhof, dieser freute sich sehr. Das Hotel in Lenham war wirklich schön, also war die Entscheidung die richtige, aus Maidstone umzuziehen.

Am 16. Mai nahmen wir dann Abschied von der Insel und fuhren zum Terminal des Eurotunnels. Wir waren zu früh, aber wenn noch Platz ist, kann man auch einen früheren Zug nehmen als den gebuchten und so mussten wir auch am Check-In kaum warten und waren früher als geplant wieder auf dem Festland. Den ersten Kreisverkehr nach der längeren Zeit Linksverkehr hätten wir beinahe falschrum befahren. An diesem Tag machten wir gut Kilometer und fuhren von Calais bis nach Wetzlar in Hessen, um dort ein letztes Mal im Hotel zu schlafen.

Am nächsten Morgen holten wir unseren Zeltanhänger bei Jan in Gerstungen ab (dort hatten wir ihn vor der Reise untergestellt) und fuhren dann zum Trabanttreffen nach Mühlhausen, das der Abschluss unserer Reise war.