Gardasee 2017

Reisezeit: 15. – 24. September 2017
gefahrene Kilometer: 1519
bereiste Länder: Österreich, Italien, Schweiz
Fahrzeug: Trabant P601 Universal

Link zu den Fotos

Aus einer Idee „Wieso fahren wir dieses Jahr an den Gardasee nicht einfach mit dem Trabant?“ wurde unsere erste echte Urlaubsreise mit unserem Trabi (abgesehen von Treffenfahrten beispielsweise in die Schweiz).
Los gings am 15. September 2017 aus dem Landkreis Karlsruhe zunächst bis zum Brenner, wo wir einen Zwischenstop mit Übernachtung eingeplant hatten. Dieser wäre rückblickend nicht unbedingt nötig gewesen, da wir wirklich sehr gut vorankamen und so schon am frühen Nachmittag im Hotel im Pflerschtal ankamen. Die 423 Kilometer bis dort verliefen ohne Zwischenfälle. Als Strecke fuhren wir über den Fernpass bei Reutte in Österreich und wollten dann eigentlich die Brennerstraße fahren (und nicht die Autobahn), diese war aber leider gesperrt. Bei bescheidenem Wetter haben wir dann einen Abend bzw. eine Nacht am Brenner verbracht.


Am 16. September ging es dann weiter zum Ziel der Reise, nämlich Lazise am Gardasee. Nachdem wir bei Regen gestartet waren, erwartete uns am südlicheren Gardasee bestes Wetter mit Sonnenschein. Da wir recht früh dran waren, machten wir noch einen Zwischenstop in Garda, wo es auch die erste italienische Pizza für diesen Urlaub gab.

Wir verbrachten eine schöne Woche Urlaub am Gardasee, in denen der Trabant für mehrere Ausflüge genutzt wurde.

Am 23. September 2017 starteten wir dann in Richtung Schweiz, um dort das Garagentreffen zu besuchen. Los ging es also über Mailand in Richtung Schweiz. Wir kamen bei bestem Wetter wieder gut voran, bis wir auf der A2 eine ganze Weile im Stau standen. Wir hatten vorher schon entschieden, am Gotthard Pass nicht durch den Tunnel zu fahren, sondern oben über den Pass und wurden durch einen weiteren sehr langen Stau vor dem Tunnel in unserer Entscheidung bestätigt. Also ging es die Passstraße nach oben. Die Abfahrt zur alten Kopfsteinpflaster-Serpentinen-Strecke haben wir leider verpasst, so fuhren wir mit gemütlichen 30 km/h im zweiten Gang den Berg hinauf und nutzten die Ausweichstellen immer wieder, um schnellere Fahrzeuge passieren zu lassen. Der Trabi meisterte den Anstieg souverän und so waren wir mit unserem Trabant tatsächlich oben auf dem Gotthard-Pass.

Hoch ist leichter als runter. Das mussten wir auf der Fahrt vom Pass herunter leider auch feststellen. Dort war eine Baustelle, in der auch noch ein alter Mercedes LKW mit Motorbremse ständig vor uns fuhr. Möglichkeiten zum Anhalten waren also nicht gegeben und so wurde unsere Trommelbremse am Trabant so heiß, dass sogar die Plastikkappen auf den Radmuttern und in der Mitte der Stahlfelgen schmolzen. Hier fiel auch die Entscheidung, unseren Trabant an der Vorderachse auf Scheibenbremse umzubauen. Nach einer Abkühlpause konnte es aber weitergehen und wir erreichten am späten Nachmittag das Garagentreffen.

Dort verbrachten wir einen schönen und lustigen Nachmittag und Abend bevor es am nächsten Morgen gemeinsam mit einem zweiten Trabant Universal in Richtung Heimat ging. Kurz nach der Grenze trafen wir zufällig an einem Autohof noch Chris vom Mühlhäuser Trabant-Club, der gerade mit seiner Freundin von einer Trabant-Tour durch Frankreich, Spanien und Portugal zurückkam. Mit ihm fuhren wir dann noch ein Stück gemeinsam die A5, bevor wir nachmittags pannenfrei zuhause ankamen.